Was blüht gerade? Efeu, Herbstzeitlose & rote Beeren
Ende Oktober blüht und fruchtet in Hecke und Wiese noch einiges: Efeu, Herbstzeitlose, Pfaffenhütchen, Hagebutten und Vogelbeeren. So erkennst du sie, und das solltest du wissen.
Ende Oktober wirkt draußen vieles schon vorbei. Dabei lohnt sich der Blick jetzt besonders: Einige Pflanzen blühen erst im Spätherbst, andere leuchten in Rot und Orange an Zweigen und Hecken. Hier sind fünf, die ihr bei einem Spaziergang finden könnt.
Efeu: die letzte Tankstelle vor dem Winter
Efeu kennst du von Mauern und Baumstämmen. Dass er gerade jetzt blüht, wissen die wenigsten. Die Blütezeit reicht von September bis in den November hinein. Für viele Insekten ist er deshalb eine wichtige späte Nahrungsquelle.
So erkennst du blühenden Efeu:
- Blüten gibt es nur an den älteren, buschigen Trieben. Sie klettern nicht, und ihre Blätter sind nicht gelappt.
- Die Blüten sitzen in kugeligen Dolden und sind unscheinbar grünlich-gelb.
- Honigbienen, Wespen, Schwebfliegen und Schmetterlinge besuchen sie. Bleibt also ein Stück Abstand.
Die blauschwarzen Beeren reifen erst zwischen Januar und April. Dann sind sie ein Winterfutter für Vögel wie Amsel und Rotkehlchen.
Giftig: Alle Teile des Efeus sind giftig, auch die Beeren. Der Pflanzensaft kann außerdem die Haut reizen.
Herbstzeitlose: hübsch, aber hochgiftig
Auf Wiesen können jetzt noch zarte, krokusähnliche Blüten stehen. Das ist die Herbstzeitlose. Sie blüht von September bis Oktober, ist 8 bis 30 Zentimeter hoch und bildet ihre Blüte ohne Laub. Die Blätter kommen erst im Frühjahr.
Die Pflanze wird gelegentlich mit herbstblühenden Krokussen verwechselt. Die Blüte enthält das meiste Gift, das stark giftige Colchicin.
Giftig: Alle Pflanzenteile sind sehr giftig. Schaut sie euch also nur an und fotografiert sie. Im Frühjahr werden die Blätter immer wieder mit Bärlauch verwechselt, auch mit tödlichem Ausgang. Wenn du sie jetzt kennenlernst, erkennst du sie dann wieder.
Pfaffenhütchen: Früchte wie kleine rosa Mützen
Dieser heimische Strauch fällt im Herbst sofort auf. Die Früchte sind rosa bis rot und vierkantig, ihre Form erinnert an eine Priestermütze. Sie springen auf, und die orangeroten Samen hängen wie Lampions an feinen Fäden heraus. Die Blätter färben sich rot.
In Hecken und an Waldrändern ist er häufig. Rotkehlchen und Amseln fressen die Früchte gerne.
Giftig: Alle Teile sind giftig, besonders die Samen. Für Menschen sind sie gefährlich. Die Wirkung setzt erst nach mindestens zwölf Stunden ein. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder die auffälligen Früchte nie in den Mund nehmen.
Hundsrose: Hagebutten an dornigen Bögen
Heckenrosen, die Hundsrosen, tragen jetzt Hagebutten. Das sind kugelige bis eiförmige Früchte in Orangerot bis Tiefrot.
So erkennst du die Hundsrose:
- Sie ist ein ein bis drei Meter hoher Strauch mit dornigen, bogig überhängenden Zweigen.
- Die Blätter sind gefiedert, mit fünf bis sieben eiförmigen Teilblättern und scharf gesägtem Rand.
- Die Blattstiele tragen gekrümmte Stacheln.
Die Hagebutten bleiben oft bis ins Frühjahr hängen. So sind sie ein Wintervorrat für Vögel. Aufpassen musst du nur wegen der Dornen.
Vogelbeere: Futter für über 60 Vogelarten
Die Eberesche, auch Vogelbeere genannt, ist ein kleiner bis mittelgroßer Baum. Die Blätter sind gefiedert und bestehen aus neun bis siebzehn gezähnten Fiederblättchen. Die erbsengroßen Beeren hängen in dichten Dolden und leuchten orangerot. Sie reifen zwischen August und Oktober.
Wie der Name sagt, sind sie bei Vögeln beliebt. Bis zu 63 Vogelarten fressen sie, darunter Amsel, Rotkehlchen und Gimpel. Im Winter kommen manchmal Gäste aus dem Norden dazu, etwa der Seidenschwanz. Mit etwas Geduld kannst du also Vögel beobachten.
Auf Entdeckungstour mit Wildfrang
Nimm bei der nächsten Runde dein Handy mit. Mit Spurenfuchs fotografierst du Efeublüte, Hagebutte oder Vogelbeere. Die App schlägt dir eine Art vor und macht daraus eine Sammelkarte. Die KI kann sich irren. Schau deshalb selbst genau hin und vergleiche mit den Merkmalen. Bei Pflanzen, die du nicht sicher kennst, gilt: Nur schauen und fotografieren, nicht anfassen oder essen.
Quellen
- Der Efeu, Insekten- und Vogelnahrung - LBV Starnberg
- Efeu - letzte Tankstelle vor dem Winter - NABU Bremen
- Herbstzeitlose - Wikipedia
- Krautige - Naturkalender ZAMG
- Orgelpfeifen und Insektenpulver: Das Pfaffenhütchen im Porträt - NABU
- Pfaffenhütchen, Spindelstrauch - Naturschutzbund Österreich
- Hagebutte - Umweltbundesamt Österreich
- Die besten Wildrosen für den Garten - NABU Bremen
- Fruchtsträucher - NABU Baden-Württemberg
- Was fressen Amseln im Winter? - BirdLife Österreich
- Heimische Gehölze im Garten - die umweltberatung
Mit KI recherchiert und geschrieben, von uns vor der Veröffentlichung geprüft. Fehler entdeckt? Schreib uns an office@automata.at. Pilze und Wildpflanzen niemals nach einem Artikel oder einer App bestimmen und essen.
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